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News vom 15.09.2009

Waljagd in Island - dass sinnlose Morden erreicht seinen Höhepunkt

Derzeit läuft in Island eine der größten Waljagden der Welt. Das Morden ist völlig sinnlos, denn es gibt für die tonnenschweren Fleischberge nicht einmal Abnehmer. Sinnlos finden diese Aktion nicht nur eine Reihe von Tierschützern, sondern auch der isländische Umweltaktivist Arni Finnson. Er bestätigte, dass auf Island so gut wie gar kein Finnwal gegessen werde und auch in Japan, der größte Abnehmer des Walfleisches, das Fleisch schon lange nicht mehr auf den Speisekarten steht. Angaben von Greenpeace zufolge, könne man sogar beweisen, dass niemand das Walfleisch kaufen wird. Finnson ist empört, „Das Ganze ist bloß ein politisches Spiel“,, so machte er seinem Ärgernis Luft.

Nach den Blauwalen sind die Finnwale die zweitgrößten Tiere der Welt. Ein ausgewachsenes Weibchen wiegt rund 70 Tonnen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Tiere aufgrund der exzessiven Jagd fast ausgerottet. Daraufhin beschloss im Jahre 1986 die Internationale Wahlfangkommission ein Moratorium. Heute steht der Finnwal auf der Roten Liste und ist durch das Internationale Artenschutzabkommen geschützt. Islands Regierung ließ jedoch im Sommer 2006 die kommerzielle Jagd wieder zu. Die Begründung der Regierung ließt sich wie ein schlechter Scherz „Der Finnwal ist woanders auf der Welt bedroht, im Nordatlantik gebe es jedoch genug davon“. Damals wurden sieben Tiere zum Abschuss freigegeben. Damals konnte erst zwei Jahre später das Fleisch der Finnwale nach Japan geliefert werden. Offenbar gab es Probleme, den Anforderungen der japanischen Gesundheitsbehörden gerecht zu werden. Nach 2006 wurden dann in Island keine weiteren Fanglizenzen für Finnwale mehr erteilt. Es sollte abgewartet werden, ob sich das Geschäft überhaupt noch lohnt. Nachdem dann die sieben Tiere von 2006 endlich ausgeliefert werden konnten, entschied sich Anfang 2009 der Fischereiminister Einar Gudfinnsson 150 Tieren pro Saison zum Abschuss freizugeben. Vorsichtshalber wurde diese Quote gleich für die nächsten fünf Jahre festgelegt. Inzwischen musste Gudfinnssons Regierung wegen der Proteste in Folge der Finanzkrise zurücktreten - den Walen ist damit aber nicht geholfen.

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