News vom 24.10.2009
HSH Nordbank versenkt Millionen in Island
Focus Money Online berichtete diese Woche ein mal mehr von Geldverschwendungen und Fehlinvestition der HSH Nordbank, die einfach nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus kommt.
Die HSH Nordbank hatte zu Beginn der weltweiten Finanzkrise 20 Millionen Euro verloren. Ein fehlerhafter Deal mit der bereits angeschlagenen isländischen Kaupthing-Bank war damals der Auslöser. Bereits am 6. Oktober 2008 vereinbarte ein Händler der Filiale in Kopenhagen einen Währungstausch mit der angeschlagenen isländischen Kaupthing-Bank. Die Höhe: 30 Millionen US-Dollar, was 20 Millionen Euro entspricht. Überwiesen wurde die Summe von der Nordbank in Schweizer Franken. Wenige Tage später sollte die Kaupthing-Bank den Gegenwert in Dollar überweisen - da war sie aber bereits zahlungsunfähig. Somit musste die HSH 20 Millionen Euro abschreiben.
Nach Informationen des Focus hatte die HSH Bank am 2. Oktober 2008 schon einen Handelsstopp mit Island verhängt. Der verantwortliche Banker, der inzwischen gefeuert wurde, behauptete, dass er für den Deal eine Ausnahmegenehmigung gehabt habe. Belege dafür sind aber nicht mehr existent. Michaela Fischer-Zernin, Sprecherin der HSH, bestätigte den Deal: „Der Händler hat sich nicht an den Handelsstopp gehalten.“ Inzwischen sei die Dokumentationspflicht verbessert worden.
Dies sind nicht die einzigen fragwürdigen Vorkommnisse bei der HSH-Bank, denn sie geriet zuletzt im Dezember 2007 wegen Lastminute-Geschäften in die Kritik und musste sich erklären.



