News vom 04.11.2009

Nationalbank in Island erleichtert Kapitalverkehr

Die Zeit online informierte diese Woche, dass Islands Nationalbank ein Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise wieder mit der Liberalisierung des Kapitalverkehrs beginnt. Am Wochenende wurde in Reykjavik angekündigt, dass Geld aus allen ab 1. November getätigten Investitionen wieder in jeder beliebigen Höhe und Währung ausgeführt werden kann. Weiterhin müssen die Gelder aber vorab angemeldet werden.

Ende November 2008 hatte die „Sedlabanki“ scharfe Beschränkungen für den Devisenverkehr von einheimischen und ausländischen Anlegern eingeführt. Mit den Beschränkungen reagierte sie auf den Zusammenbruch der drei größten isländischen Banken. Durch die Bankenzusammenbrüche wurde dem Land ein dramatischer Wertverlust der Landeswährung Krone, Rekordzinsen von derzeit immer noch 12% und einen zeitweiligen Stopp des kompletten Kreditgeschäfts beschert. In der Zwischenzeit hat Island mit seinen 320.000 Einwohnern die Mitgliedschaft in der EU beantragt und Kredithilfen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und von befreundeten Ländern bekommen. Weitere Schritte zur kompletten Liberalisierung des Kapitalverkehrs will die Zentralbank von der weiteren wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung abhängig machen.

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Parlamentarische Republik Amtssprache: Isländisch
Hauptstadt: Reykjavík
Einwohnerzahl: ~313.376
Fläche: 103.125 km²
Währung: Isl. Krone
Zeitzone: UTC+0
Kfz-Kennzeichen: IS
Internet-TLD: .is
Telefonvorwahl: +354