News vom 27.11.2009
Island: BayernLB prüft Klage
Financial Times Deutschland berichtete auf seiner Webseite, dass nun auch die BayernLB nach der Klage der Frankfurter Deka eine Schadensersatzklage gegen die isländische Regierung in Erwägung zieht. Ein Sprecher der Landesbank ließ verlauten, dass die nun „alle Optionen prüfe“.
Die isländische Regierung wurde vom Frankfurter Sparkassen-Fondsdienstleister auf Schadensersatz verklagt. Die Deka ging gerichtlich gegen den im vergangenen Jahr kollabierten Staat vor. Sie fühlte sich bei der Entschädigung gegenüber isländischen Investoren benachteiligt und verlangte die Rückzahlung eines dreistelligen Millionenbetrags.
Die BayernLB war mit einem Schaden von 1,5 Milliarden Euro am stärksten von Islands Beinahepleite in Mitleidenschaft gezogen worden. Die HSH Nordbank hingegen will die Lage erst einmal beobachten und die Landesbank Baden-Württemberg sowie die Commerzbank wollten sich nicht äußern.
Im Jahre 2008 war Island wie kaum ein anderes Land von der Finanzkrise betroffen. Nur durch die Verstaatlichung der Banken und aufgrund Darlehen aus dem Ausland konnte eine Staatspleite verhindert werden. Besonders deutsche Banken gehörten zu den größten Kreditgeber Islands.



