News vom 24.03.2010
Vulkanausbruch auf Island
Ein fast 200 Jahre lang schlafender Vulkan ist auf Island ausgebrochen. Daraufhin wurden in der Nacht zum Sonntag im Süden des Landes mehrere Siedlungen evakuiert. Rund 700 Menschen flohen vor dem anhaltenden Ascheregen und die Behörden verhängten den Ausnahmezustand. Wichtige Durchfahrtsstraßen, die in einem Ring um die Insel herum führen, wurden gesperrt und auch der Flugverkehr war von vielen Einschränkungen betroffen.
Der Ausbruch des Eyjafjallajölull kam für die Isländer aber nicht überraschend, denn bereits seit Monaten haben mehrere vulkanische Aktivitäten darauf hingewiesen, dass die Eruption kurz bevor steht. Zuletzt registrierte man bis zu 100 Erdstöße pro Tag. Die Erde öffnete sich dann in der Nacht zum Sonntag mit einem Riss von rund einem Kilometer Länge. Aus mindestens 16 Öffnungen flos heiße Lava, Asche stieg auf und regnete auf die benachbarten Siedlungen nieder.
Auch wenn die Lage als ernst eingestuft wird, war der Vulknaausbruch nicht unmittelbar gefährlich, so der Chef der Rettungszentrale. Schnell konnte man die Gegend weiträumig evakuieren. Bedrohlicher sind eher die Möglichkeiten einer Überschwemmung, denn wenn die Lava die Eismassen auf dem Gletscher, der Teile des Vulkans überdeckt, zum Schmelzen bringt, kann es viel gefährlicher werden. Vor allem für die Flächen, die von der Landwirtschaft genutzt werden.
Bereits am Sonntag konnten die Bauern und viele weitere Anwohner wieder auf ihre Höfe und in ihre Häuser zurück. Auch der Straßen- und Flugverkehr normalisierte sich schnell wieder.



