News vom 31.03.2010
Lavastrom wird Touristenattraktion
Die von der Finanzkrise gebeutelte Inselrepublik Island ist um eine neue Attraktion reicher, denn der aktive Vulkan lockt Unmengen von Touristen an, die sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen wollen.
Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat dazu gleich eine pfiffige Werbestrategie entwickelt, denn sie zieht mit dem Slogan „heiße Reisen zu dem aktiven Vulkan“ Abenteuertouristen aus der ganzen Welt auf die nordatlantische Insel. Hier gibt es dann gleich die passenden Fremdenführer, die die Touristen zu Fuß, im Schneescooter oder auch mit dem Hubschrauber zu den Lavaströmen bringen. Warnungen vor eisigem Wetter und giftigen Dämpfen halten die Abenteuerlustigen nicht davon ab, sich dieses Naturschauspiel anzusehen. Der Abendhimmel ist rot gefärbt und die Lava schleudert sechs Kilometer hoch in den Himmel. Die Wirtschaft rund um den Vulkan, der zwischen den Gletschern Eyjafjalla und Myrdal ausgebrochen ist, profitiert und freut sich über klingelnde Kassen. Der Betreiber von einem örtlichen Reisebüro reibt sich die Hände „Wir bringen dreimal am Tag Gruppen mit 20 bis 40 Touristen zum Vulkan. Eine Stunde hin, eine Stunde staunen, eine Stunde zurück - macht 345 Euro pro Person“, sagte er stolz.
Die meisten Besucher sind dabei völlig unvorbereitet, denn am Berg sind es minus 20 Grad Celsius, sodass auch die Bekleidungsindustrie auf Island gute Geschäfte verzeichnen kann. Damit wäre die Naturkatastrophe, bei bisher zum Glück niemand verletz wurde und auch die Sachschäden gering ausgefallen sind, für Island vielleicht der Rettungsanker aus der Krise.



