News vom 14.05.2010
Aschewolke setzt Tourismusindustrie schwer zu - während sich andere freuen
Tagelange Flugverbote wegen der Aschewolke aus Island haben den Reisekonzernen sehr schwer zugesetzt. Von Verlusten in Millionenhöhe ist die Rede. Aber nicht alle sind traurig über die Aschewolke und müssen mit Verlusten leben - die isländische Tourismusbranche macht das Geschäft ihres Lebens.
Branchenführer TUI rechnen mit Kosten von rund 100 Millionen Euro, als Folge der tagelangen Flugverbote in Europa. Der zweitgrößte Reisekonzern in Europa, Thomas Cook mit Marken wie Neckermann Reisen und Bucher Last Minute, schätzt die Kosten auf rund 70 Millionen britische Pfund, was 82 Millionen Euro entspricht.
Trotz dieser massiven Einschnitte geht es den Reisekonzerne nach dem Krisenjahr 2009 aber wieder besser. Die saisontypischen Verluste konnte verringert werden, denn es ist völlig normal, dass die Reiseveranstalter im Winterhalbjahr rote Zahlen schreiben. Sie können in dieser Zeit die Kosten kaum decken, da sie den Großteil des Gewinns im Sommerhalbjahr erwirtschaften.
Während aber die europäischen Reisekonzerne dennoch über die Millionenverluste durch die isländische Aschewolke pusten, ist das kleine isländische Inselvolk sehr gut auf seine Vulkane und deren Ausbrüche zu sprechen. Eyjafjallajökull und Co. locken nämlich eine ganze Reihe von Touristen an. Viele Menschen kommen nur wegen des Vulkanausbruchs hier her und wollen sich das Naturschauspiel nicht entgehen lassen. Es werden inzwischen eine ganze Reihe von Touren zum Gletscher angeboten. Teilweise sind auf der Insel kaum noch Unterkünfte zu finden. Gleichzeitig wird es für den Tourismus zeitweise aber auch gefährlich, denn der Flug von der Insel und wieder zurück ist auch hier wegen der Aschewolke immer wieder unterbrochen.



