News vom 06.08.2010
Verkauf von Energiegesellschaft HS Orka soll geprüft werden
Island lässt nun den Energie-Deal, bei dem die ehemals staatliche Energiegesellschaft HS Orka an den kanadischen Magma-Konzern verkauft werden soll, auf seine Rechtmäßigkeit hin prüfen. Bereits im Vorfeld war der Verkauf von Umweltaktivisten scharf kritisiert worden. Nun hat die Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir eine unabhängige Kommission für die Untersuchung eingesetzt. Unter anderem soll geprüft werden, ob der Deal, der im letzten Jahr eingefädelt wurde, auch im Einklang mit den umwelt- und ressourcenpolitischen Interessen von Island steht. Dies berichtete zumindest das isländische Radio RUV am vergangenen Donnerstag.
Erst kürzlich hatte die isländische Sängerin und Umweltaktivistin Björk recht medienwirksam auf das Geschäft aufmerksam gemacht. Sie hatte den für die Privatisierung Verantwortlichen vorgeworfen, einen Ausverkauf der natürlichen Energieressourcen des Landes vorzunehmen. Ende Juli hatte die Regierung dann angekündigt, das man die Privatisierung von HS Orka rückgängig machen wolle. Im September soll nun das Parlament eine definitive Entscheidung über die zukünftigen Eigentümerstrukturen von isländischen Energie-Unternehmen treffen. Asgeir Margeirsson, Geschäftsführer von Magma Island, kündigte an, dass sich sein Unternehmen an der isländischen Regierung schadlos halten werde, sollte man den Deal rückgängig machen.



