News vom 28.08.2010
Viehabtrieb auf Island
Wie in den Alpen gibt es auch auf Island alljährlich einen Viehabtrieb, der auch hier sehr groß gefeiert wird - seit Generationen schon. Zu Beginn des meteorologischen Herbstes, in diesem Jahr am 4. und 5. September, bringt man auf Island die Schafe von den hochgelegenen Weiden in die tiefer gelegenen Landesteile. Diese Arbeit erledigt man auf Island traditionell hoch zu Ross, wobei natürlich Islandpferde zum Einsatz kommen. Wer kein Pferd besitzt geht einfach zu Fuß und treibt die Herde vor sich her. Die Bauern auf der Insel müssen möglichst viele Freunde, Verwandte und Nachbarn mobilisieren, um diese Arbeit überhaupt erledigen zu können. Doch ein großes Problem stellt dies nicht dar, denn nach der Arbeit wird kräftig gefeiert, was die Isländer gern tun.
Ist der Viehabtrieb durchgeführt, sortieren die Bauern die Schafe und treiben ihre Tiere in die jeweiligen Pferche. So können die Besitzer ihre Tiere auch bei Schnee und Kälte kontrollieren und sich im Winter besser um sie kümmern. Die Schafe, die den Sommer in einer eher geschützten Lage verbracht haben, bleiben meist ein oder zwei Wochen länger auf den Weisen. Auf Island gibt es weder Bären noch Wölfe, sodass die Tiere recht ungefährdet in der freien Natur leben können. Jedoch stellt der Adler und der Seeadler für die neugeborenen Lämmer eine Gefahr dar.



