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Geografie im Island-Lexikon

Aus geologischer Sicht ist Island noch sehr jung. Man schätzt das Alter der Insel auf höchstens 20 Millionen Jahre bei einem Alter der Erdkruste von ca. 3,5 bis 4 Milliarden Jahren. Die Insel zählt damit zu den jüngsten Regionen der Erde überhaupt. Im Nordatlantik treiben zwei Kontinentalplatten in West-Ost-Richtung auseinander. Bei diesem als Plattentektonik bezeichneten Vorgang tritt an der Triftspalte Magma aus. Das austretende Magma allein reichte allerdings für die Entstehung Islands nicht aus. Auslöser für die Entstehung der Insel war ein zusätzliches Treiben beider Kontinentalplatten nach Nordwesten. Die Platten trafen auf eine sogenannte „Fontäne“ im Erdmantel. Hier tritt ebenso Magma in engen Röhren an die Erdoberfläche.

Das Gebiet oberhalb einer solchen Fontäne nennt man hot spot. Als Folge der Plattenverschiebung und dem Auftreffen auf einen solchen hot spot wurde ein starker Vulkanismus ausgelöst. Die sich übereinander schichtenden Lavaströme bildeten ein hohes Plateau, welches letzten Endes als „Island“ aus dem Meer stieg. Das Auseinandertriften der Platten hält unvermindert an. Auf Island kann man dies beobachten. Durchschnittlich 2 cm pro Jahr bewegen sich die beiden Kontinentalplatten auseinander.

Im Tertiär, vor etwa 15 Millionen Jahren, war Island eine kleine und wenig gegliederte, ebene Insel, die mit steilen Küsten hoch aus dem Meer ragte. Das Klima war eher mitteleuropäisch mild. In den tieferen Teilen der Insel verbreitete sich Mischwald, auf dem Hochplateau siedelten sich Nadelbäume an. Fossile Funde in tertiären Ergussgesteinen im Osten des Landes belegen dies. Eine langsame Klimaverschlechterung setzte vor 9 Millionen Jahren ein und vor etwa 3 Millionen Jahren bildeten sich die ersten Gletscher auf Island.

Nach der Ausbildung der ersten Gletscher änderte sich das Relief der Insel. Gewaltige Eisströme schnitten tiefe Täler in des ehemalige ebene Hochplateau Islands. Fjorde bildeten sich an der Küste und Berge formten sich im Lavaplateau. Heute wird Islands Landschaft von verschiedenen vulkanischen Formationen gekennzeichnet. Hohe Tafelberge stehen über der Hochfläche des Inlandes. Daneben gibt es langgestreckte Tuffrücken und einzeln stehende aktive Vulkane.

Die letzte Eiszeit endete auf Island vor etwa 10.000 Jahren. Die gegenwärtige Fauna und Flora stammen aus dieser Zeit. Bis vor etwa 1500 Jahren bedeckten Birken- und Weidenwälder, Büsche sowie Moose und Flechten zwei Drittel des Landes. Danach begann eine noch heute andauernde kältere Periode. Der Wald verschwand fast gänzlich von der Insel. Allerdings geschah dies nicht nur klimatisch bedingt sondern auch durch die Abholzung von Menschenhand. Die heutige Vegetationsfläche liegt nur noch bei etwa 20 Prozent und nur noch ein Prozent der Inselfläche wird von Birkenwäldern bedeckt.

Gegenwärtig unternimmt man starke Bemühungen für eine Aufforstung der Insel, was aber bei den klimatischen Verhältnissen eine geraume Zeit in Anspruch nehmen wird. Während einer kleinen Eiszeit vom 13. bis 19. Jahrhundert kam es zu verstärkten Vulkantätigkeiten. Heute beschränkt sich die Vulkantätigkeit vor allem auf eigentliche Riffzone (Plattentektonik), die sich von der Halbinsel Reykjanes bis Öxarfjördur durch das Land zieht sowie auf die Halbinsel Snæfellsnes und einen Teil Südislands. Man zählt auf Island rund 30 Vulkansysteme mit mehr oder weniger hoher Aktivität. Die längste Kraterreihe misst 25 Kilometer (Laki). Vulkanausbrüche sind in Island keine Seltenheit. In den über tausend Jahren der Besiedlung sind etwa 250 Vulkanausbrüche verbürgt.



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